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Auszüge aus
"DIE KUNST
DER BLASTECHNIK"
Grundlagen der Atemstütztechnik
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Inhaltsverzeichnis ·
Vorwort
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Diese Anleitung zur Atemstütztechnik erhebt nicht den Anspruch auf anatomische Genauigkeit. Vielmehr soll sie durch Beschreibungen und Zeichnungen zu einem gefühlsmäßigen Ziel führen. Nicht über das Wissen allein, sondern über das richtige Fühlen und der daraus richtig gelenkten Willenskraft, ist die Blastechnik zu erlernen. Auch wenn in einigen Textausschnitten und Zeichnungen der Trompeter als Beispiel dargestellt wird, bezieht sich diese Anleitung nicht nur auf die Trompetenblastechnik, sondern kann sehr wohl auf alle Blasinstrumente (Blech- und Holzblasinstrumente) übertragen werden. Die Musik nimmt in der heutigen Zeit einen großen Stellenwert ein, sie wird beiden Jugendlichen immer interessanter und die Motivation, ein Instrument zu erlernen, ist daher gegeben. Der Weg, ein Instrument zu beherrschen um anderen Menschen damit eine Freude und keine Qual bereiten zu können, ist allerdings beschwerlich und lang. Aber es lohnt sich diesen Weg zu gehen, wenn man bedenkt, dass ein Musiker oder auch ein Musikschüler seine Gefühlswelt über sein erlerntes Instrument anderen Menschen mitteilen kann. Wenn wir Gefühle wie Willenskraft, Ernsthaftigkeit, Liebe und Barmherzigkeit über Musik darstellen wollen, benötigen wir eine Blastechnik, die diese Gefühle über den Atem in Klang umsetzt. Diese Blastechnik ist leider nicht über notierte Übungen (Etüden) - also nicht nur über den Fleiß - zu erlernen, sondern kann nur über sensibles, konzentriertes inneres Fühlen ausgebildet werden. Die Atmung ist ein
selbstverständlicher, von der Natur gegebener Vorgang. Gerade deshalb
ist dieser Vorgang aber auch einer der unbewußtesten Dinge in unserem
täglichen Leben. Wie der Mensch fühlt und wie er sich fühlt,
all das drückt sich in der Art, wie ein Mensch atmet aus. Wenn ich
in der vorliegenden Anleitung zur Atemstütztechnik versuche einen
Weg aufzuzeigen, wie man zu einem - in sich konzentrierten - Kraftimpuls
kommt, ohne das die Atemluft dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird,
ist dies ein Versuch, klare Bilder und damit eine klare Vorstellung von
einer Atemstütze zu geben. Wenn jemand - und das sind nun einmal
die allermeisten - von Natur aus keine richtige Atemstütze hat, ist
der ..............usw.
Atemstütze Von dem Physiker Isaac
Newton wissen wir, dass Kräfte Ich möchte noch einmal die Luftpumpe als Vergleich heranziehen!
Das Zwerchfell oder
die Zwerchfellpressung ist unsere leichter zu spürende Kraft. Der
Antagonist ist bei unserem Vergleich die Pumpenhülle. Wäre sie
nicht stark genug, würde unsere Pumpenhülle - bei Betätigung
des Pumpenschiebers -aufblähen oder sogar platzen. Die Schwierigkeit
ist es, den zylindrischen Körper durch die Spannung des inneren Brustmuskels
zu halten, wenn unser Zwerchfell (der Pumpenschieber) die Luft nach oben
drückt und dadurch bei hohen Trompetentönen ein innerer Druck
(intrathorakaler Druck) von 1,5 atü entsteht. Die Atemstütze und ihre musikalischen Auswirkungen Die Atemstütze
ist der Urgrund der Blastechnik. Wenn die Atemstütztechnik nicht
richtig funktioniert, dann ist die Lippenflexibilität, die Zungentechnik,
ja sogar die Fingertechnik nicht in der nötigen Lockerheit erlernbar.
Die richtige Atemstütztechnik ist eine bewußte Kraftanstrengung,
und damit existiert auch keine Verkrampfung. Verkrampfungen - also Fehler
in dieser Atemstütztechnik -können zu Blockierungen im gesamten
Bewegungsablauf im Körper führen. D.h., dass die äußere
Technik - Lippenflexibilität, Zungentechnik und selbst die Fingertechnik
- durch diese Verkrampfungen bzw. Blockierungen gehemmt sein kann.
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